Königs Wusterhausen gehörte zu den Lieblingsaufenthaltsorten des preußischen „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelms I. (1688—1740) und ist Ursprungsort seiner Elitegarde, der legendären „langen Kerls“.

Jagdschloss des Soldatenkönigs
Jagdschloss des Soldatenkönigs

Das gesamte Wochenende über wurde im Schlosspark ein Doppeljubiläum gefeiert. Das Schloss wurde vor zehn Jahren nach umfangreicher Sanierung als Museum wieder eröffnet. Es ist auch der Ursprungsort der „langen Kerle“, deren moderne Version in Form des Geschichtsvereins Potsdamer Riesengarde Lange Kerls e.V. in diesem Jahr 20 Jahre alt werden.

Im Schlossgarten vom Jagdschloss gab es ein großes Biwak. Dreihundert Mitwirkende historischer Regimenter aus Dresden, Dessau und Sachsen-Weißenfeld schlugen gemeinsam mit den italienischen „Granatieri Brandenburghesi“ aus der Nähe von Turin und den „langen Kerls“ in dem historischen Lager ihre Zelte auf.
Am Sonntag gab es dann ab 14 Uhr eine große Parade des historischen Militärs durch die Stadt:

Direkt zum Fotoalbum (in Vollbilddarstellung).

Dem Garderegiment des preußischen Soldatenkönigs gehörten 60 Offiziere, 165 Unteroffiziere, 53 Trommler, 15 Feldscher (Sanitäter) und 2.160 Musketiere an. Keiner maß weniger als sechs Fuß, das entspricht etwa 1,88 Meter. Die Truppe kämpfte nur einmal – mit Russland gegen Schweden.
Sein Sohn Friedrich II., der Alte Fritz, löste die Garde 1740 auf.

Schlossfest mit den „Langen Kerls“
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