Das Reinheitsgebot ist das älteste Lebensmittelgesetz der Welt.
In seiner ursprünglichen Version vom 23. April 1516 spricht das Reinheitsgebot nur von Gerste, Hopfen und Wasser – die Hefe war noch unbekannt. Erst nach der Erfindung des Mikroskops im 17. Jahrhundert wurde sie „entdeckt“. Louis Pasteur (1822–1895) erkannte im 19. Jahrhundert ihre Bedeutung für den Gärungsprozess. Danach wurde die Hefe als vierte erlaubte Zutat ins Reinheitsgebot aufgenommen. Eine weitere Veränderung gab es hinsichtlich des Rohstoffs „Gerste“: Aus Gerste wurde Gerstenmalz, später Malz.

Glyphosat und Malz - Gott erhalt's!
Glyphosat und Malz – Gott erhalt’s!

Unkrautvernichtungsmittel im Bier:
Wie das Umweltinstitut in München berichtet, haben Forscher in den 14 beliebtesten Biersorten Deutschlands Rückstände des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat gefunden. Demnach lag der Spitzenwert bei knapp 30 Mikrogramm pro Liter – 300 Mal mehr als im Trinkwasser zugelassen ist.

500 Jahre Reinheitsgebot
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