Babelsberg ist der größte Stadtteil Potsdams und vor allem als Medienstandort (u.a. Filmstudio, Filmpark, Hauptsitz des RBB, Sitz der Hochschule für Film und Fernsehen) bekannt:
[Seit dem 8. Juli 2014 ist die HFF die erste Film-Uni Deutschlands – offiziell: „Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf“]

Filmpark Babelsberg

Im Filmpark Babelsberg tauchen die Kinder und Eltern in die aufregende Welt von Film und Fernsehen ein: Straße der Giganten, Mittelalterstadt, Westernstadt, SandmannHaus, Panama-Janoschs Traumland, Radio Teddy, Fernsehstudio 1, Caligari Halle sowie Stuntshow (u.a. Autocrashs, Motorradsprünge, Kampfszenen, Feuerstunts, rasante Verfolgungsjagden und Sprünge aus atemberaubender Höhe):

Am Haken Abgeseilt, vom Dach Kampfszene Kampf im Ring ATOMIC Cafe Sprung Feuerball Angekettet Autoverfolgung Applaus
Stuntshow in der Vulkan-Arena

Auf dem Gelände sind auch viele Requisiten ausgestellt: Trabant (designed by Thierry Noir), Hubschrauber Mi-24 sowie Ka-26. Sehenswert auch der Original Bauwagen von Peter Lustig aus Löwenzahn.

Siehe auch folgende Beiträge:

Park Babelsberg

EingangDer Park Babelsberg bildet den östlichen Abschluss der Potsdamer Parklandschaft. Er ist mit vielen romantischen Details versehen und trägt die Handschriften der Gartengestalter P. J. Lenné (angelegt: 1833) und Fürst Pückler-Muskau (gestalterisch geprägt: 1842-67) – die Anlage ist ca. 135 ha groß.

Sehenswürdigkeiten im Park:

  • Schloss Babelsberg (1835-1849 errichtet in zwei Bauphasen) Sommersitz von Wilhelm I., ab 1861 preußischer König und ab 1871 deutscher Kaiser, angelegt von K. F. Schinkel
    sowie dem Standbild vom Erzengel Michael auf der Rückseite des Schlosses
  • Maschinenhaus (1843, Ludwig Persius) ebenfalls burgähnlicher, neugotischer Bau, der Schornstein ist als Burgturm gestaltet. Verbarg einst die dampfmaschinengetriebene Pumpe für die Wasserversorgung von Schloss und Park
  • Kleines Schloss, erbaut für das Kronprinzenpaar Friedrich und Victoria, ein ehemals einfaches Gartenhaus nahe dem Havelufer (1833/34 erstmals nach Entwürfen von L. Persius umgebaut). Es ist heute Restaurant und Café.
  • Marstall (1834-1839 von Eduard Gebhardt erbaut)
  • Flatowturm (1856) erbaut nach dem Vorbild des Eschenheimer Torturmes in Frankfurt am Main
  • Matrosenhaus (1842 nach Plänen des Architekten Johann Heinrich Strack) von hier aus stachen die kaiserlichen Boote in See
  • Gerichtslaube (Ende 13. Jh.), dieser frühgotische Bau gehörte einst zum Berliner Rathaus, wurde dort abgetragen und 1872 im Park aufgestellt

Altstadt Babelsberg

Auch neben dem Park Babelsberg gibt es in Babelsberg eine große architektonische Vielfalt. Hierbei sticht das Babelsberger Rathaus im Stil der Backsteingotik hervor. Es wurde 1899 nach Plänen von Otto Kerwien erbaut und prägt seitdem den Stadtteilkern. Nach der Eingemeindung Babelsbergs 1939 nach Potsdam wurde das Rathaus nicht mehr benötigt. Seit 1956 wird es als Kulturhaus (Kulturhaus „Herbert Ritter“) genutzt.

Die Friedrichskirche auf dem Weberplatz war der Mittelpunkt einer Siedlung für böhmische Weber in Babelsberg (früher Nowawes), geweiht 1753. Jan Boumann aus Amsterdam, der Baumeister des Holländischen Viertels, erbaute sie 1752/53.

Im Jahre 1913 wurde die Sternwarte Babelsberg gebaut. Sie befindet sich auf einem Hügel unweit des Babelsberger Parks. Auf dem weitläufigen Gelände sind u.a. das von Thür und Brüstlein errichtete Hauptgebäude mit seiner Ausstellung historischer Teleskope und seinem Refraktor zu besichtigen.
Rathaus Babelsberg Friedrichskirche Sternwarte Babelsberg

Auch durch sein um 1900 entstandenes Villenviertel Neubabelsberg hat der Stadtteil Bedeutung über die Grenzen Potsdams hinaus gewonnen.

Landkarte