Boeing 787 „Dreamliner“

Fünf Mal war der des Langstreckenflugzeugs in den vergangenen zwei Jahren abgesagt worden. Bei nasser Piste und bewölktem Himmel hob die Maschine um 10.27 Uhr Ortszeit (19.27 Uhr MEZ) vom Flugfeld des Fabrikgeländes in Everett nahe Seattle ab.
Inzwischen warten 56 Kunden auf rund 850 (vorbestellten) dieser neuen ultraleichten Flieger. Damit ist das Flugzeug „das am schnellsten verkaufte Düsenflugzeug der Luftfahrtgeschichte“. Für das Konkurrenzmodell Airbus A350 liegen 530 Bestellungen vor.
Der „Dreamliner“ besteht zu einem Großteil aus Kohlefaser. Das macht die 787 deutlich leichter und sparsamer, sorgte allerdings auch für massive Probleme bei Zulieferern. Die Rumpfsegmente sind nicht mehr, wie noch bei der 777, aus 1.500 Aluminiumplatten zusammengenietet, sondern jeweils aus einem Stück Verbundfaser gefertigt. Dies spart nicht nur Gewicht, sondern auch eine Menge Arbeit: 40.000 bis 50.000 Nieten waren bisher für ein einzelnes Rumpfsegment nötig.

Ein weiterer Aspekt ist die internationale Arbeitsteilung: Rund ein Drittel der Maschine kommt von Herstellern außerhalb der USA, aus Indien und Australien, aus Italien, Frankreich und Schweden. Die Tragflächen werden aus Japan geliefert. Sie fliegen mit eigens dafür angeschafften „Dreamliftern“ (umgebaute 747-Transporter) über den Ozean.

Allgemeine Daten

Das Modell gibt es in drei Varianten: die 787-3, 787-8 und die 787-9.
Die 787-3 hat eine Reichweite von 6.500 Kilometern und bietet Platz für 290 bis 330 Passagiere. Die 787-8 hat eine Reichweite von bis zu 15.700 Kilometern und ist für 210 bis 250 Passagiere gedacht. Die 787-9 fliegt 250 bis 290 Passagiere bis zu 16.300 Kilometer weit.
Die 787 hat zwei Triebwerke von General Electric (GE).
Der Listenpreis liegt zwischen 138 und 188 Millionen Dollar.