Die Do-X erregte als das zu ihrer Zeit größte Flugzeug der Welt gewaltiges Aufsehen. Jedoch wird das technisch beeindruckende Flugzeug nirgends in den Liniendienst übernommen. Insgesamt werden nur drei Exemplare gebaut: die D-1929, welche durch ihre Langstreckenflüge weltweiten Ruhm erlangt und zwei Maschinen für Italien (diese erhielten Triebwerke von FIAT und wurden benannt nach: Umberto Maddalena I-REDI sowie Alessandro Guidoni I-ABBN).

Dornier Do X
Dornier Do X Modell der D-1929 ausgestellt im Deutschen Technikmuseum Berlin

Do-X: Propeller, Sternmotor und Wrackteil Spant: Dornier Do-X

Die ersten Testflüge wurden mit Siemens-Jupiter-Motoren durchgeführt. Diese wurden jedoch im Frühsommmer 1930 wegen zu schwacher Leistung gegen die mit Wasser gekühlten Curtiss-Conqueror-Motoren ausgetauscht. Der Einbau und die Erprobung der neuen Motoren erfolgte auf dem Gelände der Flugzeugwerft Altenrhein am Bodensee, Schweiz. Am 4. August 1930 erfolgte der erste Start der umgebauten Do X. Nach der Abnahme durch die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) im Oktober 1930, bekam dieses Flugzeug dann die Kennung D-1929.

Dornier Do X
Dornier Do X Modell der D-1929 ausgestellt im Auto & Technikmuseum Sinsheim

Berühmt wurde die Maschine durch ihre 45.000-Kilometer-Weltreise im Jahre 1931 über vier Erdteile mit zwei Atlantiküberquerungen Anfang 1931 bis zur stürmisch gefeierten Rückkehr nach Deutschland und der Landung im Mai 1932 auf dem Müggelsee in Berlin. Während des anschließenden Deutschlandfluges besichtigten über eine Million Menschen die für ihren „zweijährigen Weltflug“ berühmte Do-X.
1934 flog sie nach Berlin, um permanent in der Deutschen Luftfahrtsammlung Berlin am Lehrter Bahnhof ausgestellt zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch Bombenangriffe zerstört.

Triebwerke: Dornier Do X Junkers G 38 und Dornier Do X
Junkers G 38 und Dornier Do X ausgestellt in der Flugausstellung Hermeskeil

Daten

AllgemeinTechnische Daten (Do X 1a)
Typ: Verkehrsflugboot
Entwurfsland: Deutsches Reich
Hersteller: Dornier-Werke
Erstflug: 12. Juli 1929
Indienststellung: Oktober 1930
Produktionszeit: 1928 bis 1931
Stückzahl: 3
Besatzung: 10-14; Fluggäste: 66
Länge: 40,10 m; Höhe: 10,10 m; Flügelspannweite: 48 m
Reisegeschwindigkeit: 175 km/h; Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h; Landegeschwindigkeit: 120 km/h
Treibstoffkapazität: 23.300 l; Reichweite normal: 1.700 km; max. Reichweite: 2.300 km; Gipfelhöhe: 3.200 m
Leergewicht: 28.250 kg; max. Startgewicht: 52.000 kg
Antrieb: 12× V-12-Zylinder Curtiss V-1570 Conqueror mit je 470 kW (640 PS)
Gesamtleistung: 5.640 kW (7.680 PS)