Die Klemm Kl 35 war ein im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) entwickeltes Schul- und Sportflugzeug der Leichtflugzeugbau Klemm GmbH, das als Nachfolger der weltweit bekannt gewordenen L bzw. Kl 25 in den 1930er und 1940er Jahren in der klassischen Klemm-Bauart als freitragender Tiefdecker gebaut wurde.

Das voll kunstflugtaugliche Flugzeug wurde erstmals im Oktober 1935 auf der Internationalen Luftfahrtschau in Mailand gezeigt und fand auch bald Interesse bei vielen Privatleuten und ausländischen Luftwaffen, wie der rumänischen und der ungarischen, sowie bei der schwedischen Flygvapnet, die allein 74 Flugzeuge kaufte und sie als Sk 15 zur Schulung einsetzte. Wenigstens fünf davon waren Schwimmerflugzeuge. Zu einem Lizenzbau im Ausland kam es jedoch nicht.

Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin 2008

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Klemm Kl 35
Klemm Kl 35D
mit Kennung: WL+TY (D-EFTY)

Deutsches Technikmuseum Berlin

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Das Kunst- und Sportflugzeug war von 1956 bis 1967 im Besitz der berühmten Kunstfliegerin Liesel Bach.
Baujahr: 1940
Kennung: D-EDOD
Klemm Kl 35 Klemm Kl 35 Klemm Kl 35
Auf dem linken Foto im Hintergrund: die Junkers Ju 52 ‚Hans Kirschstein‘

Daten

AllgemeinTechnische Daten: Kl 35 D
Typ: Schul- und Sportflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich
Hersteller: Leichtflugzeugbau Klemm
Erstflug: Februar 1935
Produktionszeit: 1936 – 1943
Stückzahl: mehr als 1.300
Besatzung: 1; Passagiere: 1
Länge: 7,35 m; Spannweite: 10,40 m; Höhe: 2,05 m
Leermasse: 520 kg; max. Startmasse: 780 kg
Reisegeschwindigkeit: 198 km/h (mit Einbeinfahrwerk); Höchstgeschwindigkeit: 208 km/h (mit Einbeinfahrwerk)
Sturzflug: 340 km/h
Dienstgipfelhöhe: 4.600 m
Reichweite: 600 km
Triebwerke: ein hängender, luftgekühlter 4-Zylinder-Reihenmotor Hirth HM 504 A2 mit 105 PS (77 kW)