Die Mikojan-Gurewitsch MiG-21 (NATO-Codename: Fishbed) ist ein in der Sowjetunion entwickelter Abfangjäger. Sie wurde im Jahr 1956 der Öffentlichkeit in mehreren Prototypen vorgestellt. In den 1970er und 80er Jahren war sie in den Staaten des sowjetischen Einflussbereiches das am weitesten verbreitete Überschallflugzeug.
Zwischen 1958 und 1984 entstanden zahlreiche Versionen, die außer in der UdSSR in über 35 Ländern geflogen wurden. Lizenzbauten entstanden in der Tschechoslowakei, Indien und China (als Chengdu J-7). Insgesamt wurden über 12.000 Exemplare aller Versionen der MiG gebaut. Sie wurde mehrmals modifiziert, in vier Generationen, auf dem neuesten Stand der Technik gehalten.

Im Vietnamkrieg stand die MiG-21 der amerikanischen McDonnell Douglas F-4 Phantom II gegenüber.
In weiteren Kampfhandlungen eingesetzt wurde die MiG bei den arabischen Luftwaffen im Sechs-Tage-Krieg 1967 und im Jom-Kippur-Krieg 1973.

Ausgestellt im Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow

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MiG-21PFM der NVA LSK/LV mit taktischer Nummer: 950 c/n 761402

MiG-21 PFM MiG-21 PFM
Mikojan-Gurewitsch MiG-21 PFM mit Jagdflugzeugführern der Nationalen Volksarmee (1970er Jahre) Luftstreitkräfte/Luftverteidigung

Maschinenkanone GSch-23 Radar MiG-21 Triebwerk
Dieselbe Maschine von der anderen Seite:
Einblicke in die Struktur gewährt das Schnittmodell der MiG, welches nach ihrer Ausmusterung der Ausbildung diente.

1965 in Dienst gestellt, JG-1, 1967 an JG-9, später JG-2 1973 a.D. und an OHS als Lehrtechnik.

Ausgestellt im Flugplatzmuseum Cottbus

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MiG-21SPS/K
MiG-21SPS/K vorne, am linken Rand ein Hubschrauber Mil Mi-4

MiG-21SPS/K (NATO-Code: Fishbed F )
MiG-21SPS/KLebenslauf dieser Maschine:

29.01.1968 Inbetriebnahme durch das JG-3 (Preschen), taktische Nummer 981
12.05.1972 – Übergabe an das JG-2 (Neubrandenburg)
13.09.1984 – Übergabe an das JG-7 (Drewitz)
18.09.1989 – letzter Flug (Gesamtflugzeit 1356:16 h)
März 1990 – Landtransport nach Cottbus
(Das Flugzeug ist eine Leihgabe des Luftwaffenmuseums Berlin-Gatow)


MiG-21MF (NATO-Code: Fishbed J ):
Version der MiG-21M mit dem stärkeren Triebwerk Tumanski R-13
MiG-21MF MiG-21MF
Lebenslauf dieser Maschine:

11.03.1972 – Inbetriebnahme durch den Hersteller
28.04.1972 – Übernahme durch das JG-3 (Preschen) mit der taktischen Nummer 653
18.04.1977 – letzter Flug (Gesamtflugzeit 358:53 h)
21.04.1977 – Übernahme durch die Sektion FID der OHS "Franz Mehring" (Kamenz) als Lehrtechnik
14.06.1993 – Lufttransport als Außenlast eines Bundeswehr-Hubschraubers CH-53 nach Cottbus
(Das Flugzeug ist eine Leihgabe des Luftwaffenmuseums Berlin-Gatow)

MiG-21bis SAU (NATO-Code: Fishbed N ):
abgeleitet aus der MiG-21PFMA/MF Familie; neue Avionik (unter anderem das automatische Steuerungssystem SAU) und verbesserte Aerodynamik
MiG-21bisSAU MiG-21bisSAU
Lebenslauf dieser Maschine:

13.08.1977 – Inbetriebnahme durch den Hersteller
15.10.1977 – Übernahme in das JG-8 (Marxwalde), taktische Nummer 848
03.10.1990 – Übernahme in die Bundesluftwaffe mit der Nummer 24+21
07.12.1990 – letzter Flug zum Sammelplatz Drewitz (Gesamtflugzeit 975:29 h)
14.06.1993 – Lufttransport als Außenlast eines Bundeswehrhubschraubers CH-53 nach Cottbus
(Das Flugzeug ist eine Leihgabe des Luftwaffenmuseums Berlin-Gatow)

MiG-21US (NATO-Code: Mongol B ):
zweisitziger Trainer mit angeblasene Landeklappen und einem Triebwerk Tumanski R-13
MiG-21US MiG-21US
Lebenslauf dieser Maschine:

29.07.1968 – Inbetriebnahme durch den Hersteller
19.12.1968 – Übernahme durch das JG-9 (Peenemünde) als taktische Nummer 215
30.08.1972 – Übergabe an das JG-2 (Neubrandenburg)
13.09.1989 – Übergabe an das FAG-15 (Rothenburg)
08.06.1990 – letzter Flug (Gesamtflugzeit 2243:52 h)
03.10.1990 – befristete Übernahme in die Bundeswehr
Februar 1994 – Demontage und Überführung im Landtransport nach Cottbus
(Das Flugzeug ist eine Leihgabe des Luftwaffenmuseums Berlin-Gatow)

Ausgestellt beim HTI Peenemünde
(Historisch-Technisches Informationszentrum)

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MiG-21PFM (NATO-Code: Fishbed F )
gehört zur zweiten Generation der MiG-21

Version der MiG-21PF angeblasene Klappen, modifiziertes Cockpit und verbessertes Radar; auch in der Tschechoslowakei gebaut; in der DDR als MiG-21SPS und mit Bordkanone als MiG-21SPS-K bezeichnet
MiG-21PFM MiG-21PFM
Lebenslauf dieser Maschine:

1964 in Dienst gestellt, zunächst im JG-8
ab 1968 im JG-2
1986 außer Dienst, Scheinziel am Flugplatz Peenemünde
ab 1992 als „821“ im historischen Informationszentrum

Allgemeine Daten: MiG-21MF

Besatzung: 1

Gesamtlänge: 14,00 m; Höhe: 4,50 m; Spannweite: 7,15 m
Max. Startgewicht: 9.400 kg
Höchstgeschwindigkeit: 2.230 km/h; Reichweite: 1.800 km
Antrieb: 1× Tumanski R-11; max. Leistung: 65.000 kp
Bewaffnung: 2× MG 23mm/100rds, 2-4 Atoll o. 1.000kg / 4 St.

Triebwerk

Turbinenluftstrahltriebwerk R11F-300 (Zweiwellen-Turbinenluftstrahltriebwerk mit regelbarem Nachbrenner):
R11F-300 R11F-300
Es diente in mehreren Versionen sowohl als Antrieb der MiG-21 aber auch der Jakowlew Jak-25 und Jak-28 sowie der Suchoi Su-15.