PZL M-18 Dromader

Die PZL M-18 Dromader ist ein Agrar- und Löschflugzeug. Das Flugzeug wurde Mitte der 1970er Jahre vom polnischen Flugzeughersteller PZL in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Firma Rockwell International entwickelt. Ab 1984 wurde für Interflug die zweisitzige „A“-Variante gefertigt, bei der sich ein zweiter Sitz für den Stationsmechaniker hinter dem Cockpit befindet. Ab 1996 wird bei PZL die „B“-Version gebaut. Bisher sind etwa 750 Maschinen des Typs M18 in verschiedenen Versionen gefertigt worden.

Wegen ihrer großen Kapazität kamen die Dromader vorwiegend auf den weitläufigen landwirtschaftlichen Flächen in den ehemaligen Bezirken Neubrandenburg und Rostock zum Einsatz. Da die M-18A das 2,5fache an Nutzlast der Let Z-37 trug, stieg die Hektarleistung je Flugstunde auf das 1,8fache.

Jahrzehntelang hat saurer Regen Waldboden und Grundwasser geschädigt. Mit Forstkalkung vom Flugzeug aus sollen diese Schäden gemindert werden, die Bodenorganismen belebt und die natürlichen Kreisläufe wieder in Gang gebracht werden. Ein Dromedar-Flieger fasst knapp zwei Tonnen Kalk. Je Hektar Wald gehen 3,5 bis 4,5 Tonnen Kalk nieder.

Agrarflieger
Agrarflieger

D-FOLO ehemals DDR-TLO (S/N lautet 1Z019-23). Auf der Tragflächenunterseite jedoch D-FOMH.

Agrarflieger
Agrarflieger mit PZL M-18A Dromader, rechts im Vordergrund
links dahinter eine Let Z-37 ‘Cmelak’

Allgemeine Daten

Erstflug: 27. August 1976