Mit einem Sammelsurium von Propellerflugzeugen begannen die Westalliierten unter Führung der USA 1948 die Luftbrücke nach Berlin. Amerikaner und Briten setzten viele Typen ein, die den Krieg überstanden hatten. Die Bevölkerung gab ihnen den Namen Rosinenbomber. Frankreich beteiligte sich nicht an der Luftbrücke, da es fast alle Flugzeuge im Indochinakrieg einsetzte. Es konnte lediglich seine eigenen Garnisonen versorgen.

Die Flughäfen Tempelhof (US-Sektor) und Gatow (GB-Sektor) wurden ausgebaut, im Juli wurde der Bau eines dritten Flughafens in Tegel (französischer Sektor) beschlossen. Dieser wurde am 17. November 1948 nach nur 85 Tagen Bauzeit in Betrieb genommen. Danach beteiligen sich auch einzelne französische Flugzeuge an der Luftbrücke.
Sunderland-Wasserflugzeuge landeten auf der Havel sowie dem Großen Wannsee. Gestartet wurde auf der Elbe bei Hamburg-Finkenwerder.

Berliner LuftkorridorDie 3 Luftkorridore waren etwa 32 Kilometer breit und 3.000 Meter hoch. So konnte nicht nur hintereinander, sondern auch übereinander geflogen werden. Dadurch konnten beispielsweise im südlichen Sektor (aus Frankfurt und Wiesbaden über Darmstadt, Aschaffenburg und Fulda) bis zu 32 Flugzeuge gleichzeitig fliegen. Die Flüge waren so getaktet, dass Warteschleifen nicht eingeplant waren. Misslang einem Piloten im ersten Anflug die Landung, musste er mitsamt der Fracht über den mittleren Korridor zum Ausgangsflughafen zurückkehren.

Im Gegensatz zum nördlichen Flugkorridor, in dem die Flugzeuge wegen ihrer Modellvielfalt in verschiedenen Flughöhen fliegen mussten, flogen im südlichen Flugkorridor fast ausschließlich die großen Skymaster mit 270 km/h und exaktem Abstand von 13,5 km auf gleicher Höhe.

In 278.228 Flügen wurden mehr als 2,3 Millionen Tonnen Versorgungsgüter nach Berlin gebracht, davon Lebensmittel (24%), Industriegüter (9%) und Kohle (67%).

Eingesetzte Flugzeugtypen

Auf die Nutzung von Maschinen aus deutscher Produktion wurde, mit Ausnahme eines kurzzeitigen Einsatzes der Junkers Ju 52/3m durch Frankreich, aus propagandistischen und insbesondere aus logistischen Gründen verzichtet.