Die Tupolew Tu-154 (NATO-Codename: Careless) ist ein 3-strahliges Verkehrsflugzeug mittlerer Reichweite für 150 bis 180 Passagiere und maximal 950 km/h schnell. Von diesen Typ wurden knapp 1.000 Maschinen gebaut, davon wurden über 300 an die einst größte Fluggesellschaft der Welt (die sowjetische Aeroflot) ausgeliefert.
Die Tu-154 stellt das russische Pendant zur amerikanischen Boeing 727 dar, sie ist aber etwas größer; ein Tiefdecker mit T-Leitwerk und besitzt einen kreisförmigen Rumpf mit Druckausgleich.

Rossia Tu-154M in SXF
Rossia Tu-154M in SXF


Haupt-Fahrwerk
Haupt-Fahrwerk der Rossia Tu-154M

Daten

AllgemeinTechnische Daten: Tupolew Tu-154 B
Typ: Dreistrahliges Schmalrumpfflugzeug
Entwurfsland: Sowjetunion Sowjetunion (bis 1991); Russland Russland (ab 1992)
Hersteller: Tupolew
Erstflug: 4. Oktober 1968
Indienststellung: 9. Februar 1972
Produktionszeit: 1968 bis 2013
Stückzahl: 1.026
Besatzung: 2-3
Gesamtlänge: 47,92 m; Rumpfbreite: 3,80 m; Spannweite: 37,55 m
Max. Startgewicht: 94.000 kg; Leergewicht: 49.000 kg; max. Nutzmasse: 18.000 kg
Landegeschwindigkeit: 230 km/h; Reisegeschwindigkeit: 950 km/h
Startrollstrecke: 2.100 m; Landerollstrecke: 2.400 m
Gipfelhöhe: 12.500 m; Reichweite: 3.300 km
Antrieb: 3x Kusnezow NK 8 2U
max. Leistung: 10.500 kp; Ges. Leistung (max.): 31.500 kp

Unglück in Smolensk am 10. April 2010

Bei dem Flugzeugabsturz der Tu-154M starben 96 Menschen – 88 Mitglieder der polnischen Delegation sowie acht Besatzungsmitglieder.
Polens Präsident Kaczynski und seine Delegation waren auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren in Katyn.

An Bord der Unglücksmaschine (Registration: 101; c/n / msn: 90A837; Erstflug: 1990) befanden sich neben Lech Kaczynski, seine Frau Maria Mackiewicz und etliche hochrangige Vertreter des Landes. So waren in seiner Begleitung Generalstabschef Franciszek Gagor, Vize-Außenminister Andrzej Kremer, Parlamentsvizechef Jerzy Szmajdzinski und Notenbankchef Slawomir Skrzypek gewesen. Außerdem an Bord waren Kaczynskis engste Mitarbeiter Wladyslaw Stasiak, Aleksander Szczygo, Pawel Wypych und Mariusz Handzlik sowie mehrere Abgeordnete.