Mit eineinhalb Jahren Verspätung übernimmt die asiatische Fluglinie Singapore Airlines, am Unternehmensstandort von Airbus im südwestfranzösischen Toulouse, feierlich die erste A380-Maschine für den Liniendienst. Besonders die Probleme mit Verkabelung und Software hatten Airbus im vergangenen Jahr aus dem Zeitplan geworfen. Aber auch Erz-Konkurrent Boeing musste kürzlich Verspätungen bei seinem Vorzeigeprojekt, dem 787 Dreamliner einräumen.

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Der doppelstöckige A380 ist für bis zu 853 Passagiere zugelassen – doch diese Maximalkapazität wird von keinem der bisherigen Kunden nachgefragt. Erstkunde Singapore Airlines wird diese Maschine mit 471 Sitzplätzen, in der klassischen Aufteilung mit drei Klassen, betreiben. Am 25. Oktober ist dann der erste kommerzielle Flug von Singapur nach Sydney geplant; die Tickets wurden exklusiv über ebay versteigert.

Mit einer Länge von 73 Metern ist es das größte Passagierflugzeug der Welt. Airbus bietet seinen Supervogel für Verbindungen zwischen Großflughäfen rund um den Erdball an. Er soll damit die B747 Jumbo-Jet (Erstflug: 9. Februar 1969!!!) des US-Konkurrenten Boeing ablösen. Boeing selbst geht allerdings davon aus, dass Direktflüge auch zu kleineren Airports wichtiger werden, und setzt daher auf seine kleinere B787 Dreamliner.

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Die Entwicklung der A380 kostete mehr als zehn Milliarden Euro. Mit Entwicklungsfragen müssen sich die Ingenieure nun beim mittelgroßen Langstreckenflugzeug A350 beschäftigen. Das direkte Konkurrenz-Projekt zum Boeing-Dreamliner ist eine weitere Großbaustelle für Airbus.

Großer Tag für den Supervogel
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