Zum bundesweiten Tag der Architektur werden allein in Brandenburg 50 Gebäude und Anlagen von ihren Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten oder Stadtplanern vorgestellt.

In Wildau auf dem Campus der Fachhochschule, entstanden in der ehemaligen Verladehalle 10 der Schwartzkopffschen Lokomotivwerke das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) sowie die Mensa. Der Innenraum dieser alten Halle ohne Geschosse von 1921 wurde in einen modernen Gebäudekomplex mit mehreren Geschossebenen und großzügigen, funktionalen Räumen verwandelt.
Das Besondere: modernes Innenleben in der alten Industriehalle.

Architektenpaar beim Erklären
Architektenpaar beim Erklären

Geplant von Rebecca Chestnutt und Robert Niess und ebenso anschaulich erläutert:

Die vorhandene Gebäudegeometrie der historischen Halle wird durch einen Ergänzungsbau, der seiner Nutzung Ausdruck verleiht, fortgesetzt und somit ihre städtebauliche Positionierung zwischen der TFH und der restlichen denkmalgeschützten Industrieanlage als Tor an der Querachse zur ehemaligen Arbeitersiedlung unterstrichen. Erstmalig erhält die Flucht der langen Giebelfront der Gesamtanlage ihren südlichen Anschluß als städtebauliche Kante.


Neuer Giebel Eingangsseite
Der Charakter der Industriearchitektur des ehemaligen Ziegelsteinbaus der Schwartzkopff-Werke wurde behutsam bewahrt und in die moderne Nutzung integriert. Erhalten geblieben sind von der alten Halle drei Außenwände (außer die östliche), außerdem die Träger der Kranbahn und die Dachträger.
Baukosten für die Bibliothek: ca. 10 Mio. EURO

Originaltor in der Mensa Bibliothek Beleuchteter Sprinklerkopf

Unweit entfernt auf dem Campus: der Hörsaal der TFH Wildau

Tag der Architektur in Wildau
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