Die Hochschulbibliothek Wildau wird als Bibliothek des Jahres 2012 ausgezeichnet. Die Juroren würdigten den beispielhaften Einsatz von moderner Technologie bei der Ausleihe und Rückgabe von Büchern und anderen Medien.
Am 11.September 2007 wurde die Bibliothek in der Halle 10 der ehemaligen Schwartzkopff-Lokomotivwerke (später VEB Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“) eröffnet. Auf einer Fläche von 1.420 qm (HNF für die Bibliothek) besitzt sie etwa 91.000 eigenständige Druckwerke u. offline-Medien.
Bisherige Bibliotheken des Jahres
2011: Anton-Saefkow-Bibliothek, Berlin-Lichtenberg
2010: Bibliothek der Universität Konstanz
2009: Stadtbücherei Biberach an der Riß
2008: Bayerische Staatsbibliothek
2007: Gefangenenbibliothek der Justizvollzugsanstalt Münster
2006: Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der BTU Cottbus
2005: Stadtbüchereien Hamm
2004: Städtische Bibliotheken Dresden
2003: Stadtbücherei Würzburg
2002: Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
2001: Johannes a Lasco Bibliothek Emden
2000: Stadtbibliothek Heinrich Heine in Halberstadt
Update: 26. Oktober 2012
Festakt zur Ehrung und Preisübergabe der Bibliothek der Technischen Hochschule Wildau zur bundesweiten „Bibliothek des Jahres“. Dabei bezeichnete Dr. Thomas Greiner vom Bundesministerium für Bildung und Forschung diese als „Apotheke des Wissens“.
Die Hochschulbibliothek Wildau wird als “Bibliothek des Jahres 2012” insbesondere für ihre Innovationskraft und ihren exemplarischen Einsatz von RFID-Technologie (Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen, wird in Bibliotheken eingesetzt zur Sicherung und Verbuchung von Medien) ausgezeichnet, mit dem die Bibliothek überzeugend eine Leitmarke gesetzt hat und sich als kreativ und experimentierfreudig profiliert. Die Bibliothek wurde national und international mit dem bereits zum fünften Mal veranstalteten Wildauer Symposium „RFID und Medien“, bei dem die weitere Entwicklung und der kundenorientierte Einsatz dieser Technologie in Bibliotheken diskutiert werden, als vorbildliches Beispiel bekannt. Neben dem Einsatz von QR-Codes, die am Buchregal auf gleichwertige digitale Angebote hinweisen, werden unter Nutzung der Fachkompetenz an der Hochschule neue technischen Lösungen für die Bibliotheksorganisation entwickelt wie z.B. ein mehrsprachiger Multimediaguide „iCampus goes library“. Darüber hinaus hat die Bibliothek ein überzeugendes Qualitätsmanagement. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen, die auf unterschiedliche Altersgruppen abgestimmten kostenfreien Führungen, Kurse und Kulturveranstaltungen sowie die Kooperation mit der Wildauer Gemeindebibliothek sind in einer Gemeinde dieser Größenordnung (10.000 Einwohner) besonders wichtig und hier beispielgebend.